Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Infektion (COVID-2019)

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages beschäftigt mich der richtige Umgang mit der gegenwärtigen Corona-Pandemie in besonderem Maße. Die Fraktionen im Deutschen Bundestag stehen miteinander, aber auch mit der Bundesregierung, im ständigen Austausch über notwendige und geeignete Maßnahmen. Alle Fraktionen haben vereinbart, die Situation nicht für parteipolitische Profilierung zu nutzen, sondern gemeinsam zur Bewältigung der Pandemie beizutragen. Oberstes Ziel ist es, die Verbreitung des neuen Coronavirus zu verlangsamen. Nur so kann eine Versorgung von infizierten Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf durch die bestehende Krankenhausinfrastruktur gewährleistet werden.

Ich habe im persönlichen Gespräch mit den Menschen wahrgenommen, dass vielerorts Unsicherheit bezüglich getroffener infektionsschutzrechtlicher Maßnahmen, der Erkenntnisse zu Ansteckung und Erkrankung sowie optimaler Verhaltensweisen besteht. Es häufen sich sogar bewusste Falschmeldungen, welche die Menschen vorsätzlich in Panik versetzen wollen. Um Ihnen unter anderem einen verlässlichen Überblick darüber zu geben, welche Maßnahmen von Bund und Ländern konkret vorgesehen sind, an wen Sie sich im Verdachtsfall wenden können und wer besonders vorsichtig sein sollte, möchte ich Ihnen daher folgende Informationsquellen und Informationen zukommen lassen, die zum einen verlässlich sind, und zum anderen laufend aktualisiert werden.

Für Fragen stehe ich auch jederzeit direkt zur Verfügung. Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Helling-Plahr

Das Robert Koch-Institut zählt nun Fälle - das sind Infizierte mehr als gestern.

Offizielle Informationsquellen

Da die Verbreitung falscher, unseriöser Behauptungen über das Coronavirus deutlich zunimmt, lohnt es sich, bezüglich der Informationsquelle kritisch zu sein. Offizielle staatliche Stellen wie das Robert-Koch-Institut (RKI), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder die Internetseiten der Stadt Hagen und des Ennepe-Ruhr-Kreises sind zuverlässigere Quellen als Internetforen und Soziale Medien.

Bundesregierung

- Die Bundesregierung hat am 16. März 2020 in Absprache mit den Regierungen der Bundesländer einen Maßnahmenkatalog zur Unterbrechung der Infektionsketten erstellt. Eine Maßnahme ist die Schließung von öffentlichen und privaten Einrichtungen. Welche Einrichtungen von temporären Schließungen betroffen sein werden, für welche Einrichtungen gesonderte Regelungen erlassen wurden und was genau vorübergehend mit Verboten belegt wird, finden Sie unter folgendem Link: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/vereinbarung-zwischen-der-bundesregierung-und-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-bundeslaender-angesichts-der-corona-epidemie-in-deutschland-1730934

- Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auch auf der Homepage des zuständigen Ministeriums für Gesundheit. Dort finden Sie auch Hinweise und Tipps für den Umgang mit Kindern, kranken Menschen, älteren Menschen, Tipps zur (freiverantwortlichen) häuslichen Quarantäne und allgemeinen Hygienemaßnahmen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

- Aktuelle Informationen direkt vom Bundesministerium für Gesundheit via Whatsapp auf das Handy.

- Aktuellste Entwicklungen publiziert das Bundesministerium für Gesundheit auch auf dem Kurznachrichtenportal Twitter: https://twitter.com/BMG_Bund

- Aktuelle Informationen über Reisewarnungen und Rückholungen für deutsche Staatsbürger im Ausland durch das Auswärtige Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

- Informationen des Bundesministerium des Innern und der Bundespolizei über temporäre Grenzschließungen und Einreisesperren: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/03/grenzschliessung-corona.html

- Die Versorgung mit Lebensmitteln ist in Deutschland laut Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft gesichert, sodass keinerlei Grund für Hamsterkäufe besteht. Eine Übertragung über importierte Lebensmittel ist zudem unwahrscheinlich. Nähere Informationen: https://www.bmel.de/DE/Ministerium/_Texte/corona-virus-faq-fragen-antworten.html#doc13796248bodyText2

Aktuelle Informationen über Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für Familien insbesondere zur Kinderbetreuung, Lohnfortzahlungen und Gesundheitsschutz:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/aktuelle-informationen-zu-hilfs--und-unterstuetzungsangeboten/153522

Informationen rund um gesundheitliche Fragen

Bürgertelefon Bundesministerium für Gesundheit
Telefon: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
Fax: 030 340 60 66 07
Mail: info.deaf@bmg.bund.de
Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de

Gebärdentelefon (Videotelefonie)
gebaerdentelefon.de/bmg

Informationen für Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen

Hotline für Unternehmen Bundeswirtschaftsministerium
030 186 151 51

Hotline zum Kurzarbeitergeld Agentur für Arbeit
0800 455 5520

Robert-Koch-Institut (RKI)

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Forschungseinrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention von Infektionskrankheiten.

- Das RKI informiert täglich über die aktuelle Entwicklung des Virus, geht insbesondere auf Fallzahlen und Verbreitung in Deutschland ein und nimmt eine aktuelle Bewertung und Gefährdungseinschätzung vor. Den tagesaktuellen Bericht können Sie online abrufen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html?nn=13490888

- Das RKI informiert täglich in einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation. Die Pressekonferenz wird live übertragen und ist (wie alle anderen aktuellste Informationen auch) über das Twitterprofil des Institutes abrufbar: https://twitter.com/rki_de?s=20

- Das Institut aktualisiert regelmäßig die Risikobewertung für Deutschland. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung wird vom RKI derzeit als "hoch" eingestuft. Die aktuellste Risikobewertung finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

- Systematische Darstellung der Fallzahlen der infizierten und am Virus verstorbenen Personen nach Bundesländern aufgeschlüsselt: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

- Das RKI erhält derzeit außerordentlich viele Fragen von Bürgern, Ärzten, Politikern und Betroffenen. Die wichtigsten Fragen und Antworten hat das RKI zusammengestellt. Diese "FAQ" werden regelmäßig aktualisiert: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html?nn=13490888

- Über folgende Eingabemaske finden Sie die Kontaktdaten Ihres zuständigen Gesundheitsamtes. Sie benötigen dafür nur die Postleitzahl Ihres Erstwohnsitzes. https://tools.rki.de/PLZTool/

Live Dashboard über Infektionszahlen weltweit von der Johns Hopkins University

https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

World Health Organisation (WHO)

Aktuellste Informationen von der WHO zur Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen, mit täglich aktualisierten Risikoeinschätzungen, Reisewarnungen und aktuellen (weltweiten) Fallzahlen:

https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nimmt die Aufgabe der gesundheitlichen Aufklärung der Bürger auf Bundesebene wahr. In Kooperation mit dem Robert-Koch-Institut stellt sie auf ihrer Internetseite umfangreiche, aufbereitete Informationen für die Bürger zum Coronavirus sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen bereit.
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Land Nordrhein-Westfalen

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat unter der 0211 / 91191001 ein Bürgertelefon zum Coronavirus eingerichtet (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr). Außerdem gibt es im Internet eine Sonderseite der Landesregierung zu neuesten Entwicklungen rund um das Virus in NRW. Dort sind auch Maßnahmen aufgelistet, die das Land in Kooperation mit der Bundesregierung und den Kommunen ergreift.
https://www.land.nrw/corona

Informationen des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales:
https://www.mags.nrw/coronavirus

Stadt Hagen

Auf der Internetseite der Stadt Hagen werden für die Bürger Informationen bereitgestellt, wie sich die Fallzahlen in Hagen entwickeln und wie stark das öffentliche Leben in Hagen eingeschränkt ist. Zudem finden sich dort unter anderem Antworten auf Fragen berufstätiger Eltern zur Kitabereuung. Die Hotline des Gesundheitsamtes Hagen erreichen Sie unter 02331/207-3934 (montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr).
https://www.hagen.de/web/de/hagen_de/home.html

Ennepe-Ruhr-Kreis

Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis hält ein Informationsangebot bereit. Insbesondere wird hier auf den seelsorgerischen Dienst verwiesen. Breckerfelder, Ennepetaler, Gevelsberger, Hattinger, Schwelmer und Sprockhöveler wählen dazu die Telefonnummer 02336/93 2788. Für Bürger aus Witten, Wetter und Herdecke gilt die 02302/922 264.
https://www.enkreis.de/aktuelles/news-detailansicht/news/corona-kreisverwaltung-meldet-38-faelle-reha-klinik-mit-notbetrieb.html

Zeitungsartikel mit Hintergrundinformationen

Stellungnahme der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zu Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfallund der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie

Aufklärung zum Coronavirus für Geflüchtete und Migranten

14. April 2020

"Corona ist ein Marathon, kein Sprint" - Modellrechnung zur Epidemie

13. April 2020

Ad-hoc Stellungnahme der Leopoldina "Coronavirus-Pandemie - Die Krise nachhaltig überwinden". Vorschlag für eine Exitstrategie

8. April 2020

Die Mittel der Hoffnung im Kampf gegen das Coronavirus

3. April 2020

Zweite Ad-hoc Stellungnahme der Leopoldina "Coronavirus-Pandemie - Gesundheitsrelevante Maßnahmen"

2. April 2020

Warnung der EMA vor Einsatz von Hydroychloroquin bei COVID-10

31. März 2020

Stellungnahme der Akademie für Ethik in der Medizin zu Möglichkeiten und Grenzen von Ethikberatung im Rahmen der COVID-19-Pandemie

27. März 2020

Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrates zu "Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise"

24. März 2020

Erste Studie zur Wirksamkeit eines Ebola-Medikamentes gegen Coronavirus gestartet

Europäische Solidarität und Zusammenhalt auch in Krisenzeiten. Deutsche Krankenhäuser nehmen intensivmediizinisch zu betreuende Coronavirus-Infizierte auf.

23. März 2020

Erste positive Effekte hinsichtlich der Verbreitung der Coronavirus-Infektionen #flattenthecurve

22. März 2020

Angesichts des Beschlusses des Bundes und der Länder hat auch die Stadt Hagen neue Regelungen erlassen

22. März 2020

Beschlusspapier des Bundes und der Länder über weitere Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens

Bund und Länder einigen sich auf ein umfassendes Kontaktverbot

21. März 2020

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie zur Verbreitung des Coronavirus

Ad-hoc-Stellungnahme von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina über Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten der Coronavirus-Pandemie in Deutschland.

20. März 2020

Wo ist die Evidenz?

18. März 2020

Warnung der Polizei: Betrugsfälle mit Corona-Tests an der Haustür

17. März 2020

Obwohl junge Menschen seltener Krankheitssymptome entwickeln, können sie das Virus dennoch in sich tragen und unbewusst verbreiten.

Wie sich Politik und Behörden bemühen gegen Fake-News anzukommen:

16. März 2020

Wann ist ein Corona-Test sinnvoll und wann nicht?

Ischgl als der Hotspot der Verbreitung des Coronavirus in Europa

15. März 2020

Verbreitung von Fake News über Whatsapp

27. Februar 2020

Interview des Deutschlandfunks mit meinem Kollegen Prof. Dr. Andrew Ullmann

Interview von Andrew Ullmann mit der Deutschen Apotheker Zeitung

7. Februar 2020

Übersicht über Therapieoptionen und klinische Studien zum Coronavirus (wird laufend aktualisiert)

Allgemeines

Fernsehansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Coronavirus

Visualisierung: Warum es so wichtig ist, Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden