Pressemitteilung

Bundesregierung hat Bedürfnisse von Familien mit chronisch kranken Kindern während der Corona-Pandemie nicht auf dem Schirm

Trotz eines deutlichen Abflachens der Infektionskurve, ist die Corona-Pandemie weiterhin bestimmendes Thema. Wenngleich derzeit viele Lockerungen der einschränkenden Maßnahmen vorgenommen werden, ist die Pandemie noch nicht überstanden und es besteht weiterhin ein hohes Infektionsrisiko. Besonders belastet sind chronisch kranke Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen. Dazu zählen auch ca. 16 % aller Kinder und Jugendlichen unter 17 Jahren. Es ist daher ein besonderes Interesse der Eltern ihre Kinder einer möglichst geringen Infektionsgefahr auszusetzen. Die Kinder bedürfen einer besonderen Betreuung, da auch schon kleine Infektionsrisiken zu einer Erkrankung mit Sars-CoV-2 führen kann. Eine vollständige Isolation dieser chronisch kranken Kinder wird empfohlen, um die Infektionsgefahr auf ein Null zu minimieren. Die Eltern und nahe Angehörige stehen deshalb besonders vor der Herausforderung der Vereinbarkeit der beruflichen Tätigkeit und der ganztägigen Betreuung von minderjährigen Kindern. Dies führt dazu, dass viele Eltern ihrer beruflichen Tätigkeit zeitweilig gar nicht mehr nachkommen können oder aufgrund von Fehlzeiten den Jobverlust fürchten oder mit Gehaltseinbußen rechnen müssen.

"In einer Kleinen Anfrage habe ich die Bundesregierung zu dieser Problematik befragt. Die Bundesregierung versteckt sich hinter floskelartigen allgemeinen Ausflüchten zu ihren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und der Hauptverantwortlichkeit der Landesregierungen. Die getroffenen Gegenmaßnahmen haben den besonderen Schutzbedarf der Familien mit chronisch kranken Kindern jedoch gar nicht im Blick. Durch das Konjunkturpaket werden milliardenschwere finanzielle Geschenke und Anreize gemacht, jedoch fehlt es an zielgerichteten Hilfen, beispielsweise für die Familien mit chronisch kranken Kindern. Die Eltern müssen eine unschaffbare Abwägung treffen zwischen geringeren bis gar keinen Einkünften oder der Sicherstellung der Gesundheit des eigenen Kindes. Eine solche Abwägung können wir ehrlicherweise von den Eltern chronisch kranker Kinder nicht verlangen. Wir sollten an der Seite dieser Familien stehen."

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