Pressestatement

Jens Brandenburg und Katrin Helling-Plahr befürworten Pläne, die Aufhebung des Blutspendeverbots für homosexuelle Männer vorzubereiten

Berlin. Im April 2020 haben der LSBTI-politische Sprecher und die Gesundheitsexpertin der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag in einem Brandbrief Jens Spahn aufgefordert, die "Richtlinie Hämotherapie" so zu ändern, dass die Blutspende homosexueller Männer nicht mehr an willkürliche Rückstellungsvoraussetzungen anknüpft. Aktuellen Berichten zur Folge bereitet die Große Koalition die Aufhebung des Bluspendeverbotes nun vor. "Die regelmäßige Überprüfung der Risikobewertung einzelner Spendergruppen ist eine wichtige Klarstellung. Medizinisch nicht notwendige Blutspendeverbote wie das für homo- und bisexuelle Männer müssen gelockert werden. Die vorgeschriebene Enthaltsamkeit von 12 Monaten ist völlig überzogen. Blut ist nicht schwul oder hetero. Kein Patient soll sterben müssen, weil der mögliche Blutspender der Richtlinie zu schwul war." äußerte sich Brandenburg zu der Berichterstattung. "Der Druck, den wir auf Jens Spahn und die Koalition ausgeübt haben, scheint zu wirken. Auch die GroKo hat es endlich zur Einsicht geschafft, dass der gruppenbezogene Ausschluss von homosexuellen Männern von der Blutspende überkommen ist. Besonders spannend ist, dass das Bundesministerium für Gesundheit in der Antwort auf unseren Brief das Blutspendeverbot noch für fachlich vertretbar gehalten und gerechtfertigt hat. Hier wird die Konfliktlinie zwischen Spahns Gesundheitsministerium und der GroKo offensichtlich.", so Helling-Plahr. "Nun ist die Bundesärztekammer gefragt, ihre Richtlinie Hämotherapie zeitnah zu überarbeiten" stellten Brandenburg und Helling-Plahr abschließend fest."

Weiterhin sei auf den vorgenannten Brief von Katrin Helling-Plahr und Dr. Jens Brandenburg und die Antwort des BMG hingewiesen.

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