Pressestatements

Katrin Helling-Plahr äußert sich zu Kommentaren von Jens Spahn zur Suizidhilfe

"Offenbar hat Jens Spahn jetzt endlich Gelegenheit gefunden, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar zu lesen. Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben ist grundgesetzlich verankert. Das musste Jens Spahn nun auch endlich eingestehen."

"Ich freue mich, wenn Jens Spahn in der Sterbehilfedebatte nun endlich eine konstruktive Rolle einzunehmen versucht. Bisher hat er schwer und unheilbar Kranken das ihnen mit dem Urteil von 2017 zuerkannte Recht auf den Erwerb eines Medikaments zur Selbsttötung verweigert und die Betroffenen alleine gelassen."

"Gerade als Gesundheitsminister muss sich Jens Spahn an dem Umgang mit den Schwächsten der Gesellschaft messen lassen. Jahrelang hat er bei der Suizidhilfe eine Verschleppungstaktik betrieben und Betroffene im Regen stehen gelassen. Mir fällt es daher schwer, zu glauben, dass er es jetzt endlich ernst meint und nicht bloß eine weitere Nebelkerze zündet."

"Wir sollten noch in dieser Legislaturperiode ein liberales Sterbehilfegesetz auf den Weg bringen, das das Recht auf einen selbstbestimmten Tod in den Mittelpunkt stellt und klare Voraussetzungen formuliert, unter welchen Bedingungen Sterbehilfe in Anspruch genommen und erbracht werden darf. Dazu gehört auch die Regelung der Möglichkeit, Medikamente zur Selbsttötung zu erwerben. Betroffene und zur Hilfe Bereite brauchen endlich Rechtsklarheit. Wir dürfen die oft schwerkranken Menschen, die sich einen selbstbestimmten Tod wünschen, nicht länger alleine lassen. Das gebietet die Menschlichkeit."

Zurück