Pressestatement

Katrin Helling-Plahr MdB (FDP) zu einer Kleinen Anfrage von ihr zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie und zu einer Einzelfrage zu Corona-Schnelltests von Schülern

"Kinder und Jugendliche werden immer stärker zum großen Verlierer dieser Pandemie. Die Bundesregierung kennt die aktuelle Studienlage und weiß, dass Kinder psychisch stark unter den Einschränkungen leiden.

Mit dem vierten Bevölkerungsschutzgesetz plant die Bundesregierung nun bundesweit automatische Schließungen von Schulen und Kitas ab einer starren Inzidenz. Eine Differenzierung zwischen kontrollierbarem Clusterausbruch und diffusem Ausbruchsgeschehen macht die Bundesregierung nicht mehr möglich. Damit fallen die Bildungschancen und gesundheitliches Wohlergehen der Kleinsten ein weiteres Mal der Starrsinnigkeit der Bundesregierung zum Opfer.

Die Bundesregierung setzt offenbar immer dann, wenn es um pragmatische Lösungen im Sinne der Kinder und ihrer Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten geht, Scheuklappen auf. Wieso sie es nicht ermöglichen will, dass auch die von Bundesebene finanzierten Bürgertestungen zusätzlich zu den durch die Länder getragenen Schultests an Schulen durchgeführt oder entsprechende Selbsttests abgegeben werden, ist nicht nachvollziehbar. Jeder zusätzlich wahrgenommene Test bietet einen Sicherheitsgewinn und mehr Perspektiven für Präsenzunterricht.

Auch langfristiger trifft die Bundesregierung offenbar keine Vorkehrungen um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen und dem Fortbestehen der ständigen Gefahr der Notwendigkeit von Schließungen von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen entgegenzuwirken. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Bundesregierung auf meine Frage nach der Planung der Beschaffung von Impfstoff für Kinder und Jugendliche keine Antwort weiß.

Die Bedürfnisse und Chancen von Kindern und Jugendlichen müssen politisch höchste Priorität haben."

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