Pressemitteilung

Katrin Helling-Plahr unterstützt von Till Steffen bei Sterbehilfe-Gesetzentwurf

Berlin. Nachdem die Gruppe um Katrin Helling-Plahr, Helge Lindh, Dr. Petra Sitte und Otto Fricke kürzlich im Rahmen einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion ihren Entwurf für ein liberales Suizidhilfegesetz erneut zur Debatte gestellt hat, bekommt die Gruppe nun Zuwachs. Der Abgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion Bündnis90/Die Grünen Dr. Till Steffen wird künftig federführend in der Arbeit der Gruppe mitwirken. Damit haben sich nun Abgeordnete der Fraktionen der SPD, der Grünen, der FDP und der Fraktion die Linke hinter dem Entwurf versammelt.  

"Sterbehilfe und Suizid sind höchstpersönliche Themen, denen sich die meisten von uns im Laufe unseres Lebens in den unterschiedlichsten Lebenssituationen stellen müssen. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass es das Recht eines jeden Einzelnen von uns ist, darüber zu bestimmen, wie unser Leben enden soll", so Till STEFFEN zu den Gründen für seinen Einsatz. "Hierfür steht der vorliegende Entwurf. Er folgt den Richtungsvorgaben des Bundeverfassungsgerichts, das in seiner richtungsweisenden Entscheidung ausgeführt hat, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht als Ausdruck persönlicher Autonomie ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben umfasst."

Die Erweiterung der Abgeordnetengruppe stößt auf Begeisterung. "Wir freuen uns, dass mit Till Steffen nicht nur ein erfahrender Rechtspolitiker, sondern auch ein Kollege aus der grünen Bundestagsfraktion nun in unserer Gruppe vertreten ist. Der Gedanke, dass Menschen ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben haben, ist nicht nur in unserem Grundgesetz verankert, sondern findet auch umfassende gesellschaftliche Zustimmung. Deshalb ist es gut, dass unsere Idee für ein liberales Sterbehilfegesetz immer breitere Zustimmung und Unterstützung im Parlament erfährt.", so die Mitinitiatorin Katrin HELLING-PLAHR

Auch Petra SITTE betont, dass die Erweiterung der Gruppe um Till Steffen dem Anliegen einer verfassungsgemäßen Umsetzung des Rechts auf selbstbestimmtes Sterben zuträglich ist: "Ich freue mich sehr, dass wir mit Till Steffen einen weiteren erfahrenen und sachkundigen Juristen als Unterstützer unseres Gesetzentwurfs haben gewinnen können. Unser Anliegen ist, die klare Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts, die Selbstbestimmung des Menschen unverrückbar ins Zentrum der gesetzlichen Regelung des assistierten Suizids zu stellen. Im Sinne der Betroffenen muss dieses ethische Gebot endlich umgesetzt werden. Schön, dass es nun einen weiteren juristisch fundierten Fürsprecher hat."

Im Mittelpunkt der Bemühungen der Gruppe steht jedoch nicht in erster Linie der Rechtsstaat, sondern vor allem, der Einzelne. "Menschen sollen mit dem Thema Sterben und Suizidhilfe nicht allein gelassen werden. Sie sollen sich des Schutzes, der Achtung und der Fürsorge der Gesellschaft sicher sein. Dabei muss es einen klaren rechtlichen Rahmen geben, der die elementare Entscheidung als Ausübung des individuellen Selbstbestimmungsrechts respektiert. Hilfe zur Selbsttötung bedarf tiefen Respekts gegenüber der Entscheidung der suizidwilligen Person und der Bereitschaft der hilfeleistenden Person. Gesellschaft und Politik sind beiden gegenüber im besonderen Maße verantwortlich, also verpflichtet, Antwort zu geben. Denn diese elementare Entscheidung muss als schützenwerte Ausübung der menschlichen Würde verstanden werden und der Gesetzentwurf ist damit eine Wertschätzung des Lebens.", so Helge LINDH.

Eine Wertschätzung des Lebens, die keinen Raum für Parteipolitik lässt. Otto FRICKE stellt hierzu klar: "Je diverser die Parteizugehörigkeit bei Gruppenanträgen wie unserem ist, desto weniger scheitern gute Lösungen für drängende Probleme an Parteitaktik."

Erkennen dies auch in Kürze Abgeordnete von CDU/CSU?

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