Pressestatement

Katrin Helling-Plahr zur geplanten Reform des Sorge- und Umgangsrecht und der PETRA-Studie

"Offenbar hat die Bundesregierung ihre eigenen Ziele aus den Augen verloren. Im Januar 2020 kündigte Bundesjustizministerin Lambrecht noch vollmundig eine Reform zum Sorge- und Umgangsrecht an, jetzt sollen nur noch "gewisse Elemente" angegangen werden.

Die Ergebnisse der im Jahr 2015 in Auftrag gegebenen Studie "Kindeswohl und Umgangsrecht" werden nicht berücksichtigt. Dabei ist jetzt der Moment gekommen, endlich das Wechselmodell als Leitbild zu implementieren und sich für die gleichberechtige Teilhabe an der Elternverantwortung einzusetzen.

Die Bundesregierung versteckt sich nun hinter dem Argument der zeitlichen Unmöglichkeit einer umfassenden Reform - als hätte man den offensichtlichen Reformbedarf erst gestern erkannt. Diese Verschleppungstaktik geht voll zulasten betroffener Kinder und ihrer Eltern."

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