Pressestatement

Kleine Anfrage zum Social Freezing

"Die Bundesregierung enthält sich einer Bewertung des Social Freezing - allerdings nur vordergründig. Social Freezing gehört nicht in die Schmuddelecke gestellt, denn sie gibt vielen Frauen und Paaren die Hoffnung, ihren Kinderwunsch auch zu einem späteren Zeitpunkt erfüllen zu können. Wenn Betroffene, die sonst auf Kinder verzichten möchten, sich durch Social Freezing einen Kinderwunsch erfüllen können, ist das eine großartige Chance. Die fehlenden empirischen Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass seitens der Bundesregierung offenkundig leider kein Interesse an der Thematik besteht. Die Kosten für eine künstliche Befruchtung werden derzeit trotz medizinischer Indikation nicht übernommen, wenn diese mit einer zuvor kryokonservierten Ei- oder Samenzelle durchgeführt werden soll. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Wenn ein Paar eine Kinderwunschbehandlung benötigt, muss es doch für die Förderung egal sein, wann die Zellen entnommen wurden. Die Nutzung einer im Rahmen von Social Freezing eingefrorenen, in jüngerem Alter entnommene Keimzelle kann im besten Fall eine unkompliziertere und risikoärmeren Schwangerschaft ermöglichen. Das kommt der werdenden Mutter wie auch der Gesundheit des Kindes zu Gute. Maßgeblich sollte das Wohl der Betroffenen sein und nicht der Wunsch die Etablierung moderner reproduktionsmedizinischer Methoden zu verhindern."

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